Gerätekraftwagen 1 (1. Bergung 1. TZ)

Die 1. Bergungsgruppe des 1. Technischen Zuges verfügt über einen Gerätekraftwagen. In den letzten Jahren haben die Helfer das Fahrzeug in Eigenleistung modernisiert und den Geräteaufbau an die sich verändernde Ausstattung angepasst.

Fahrzeug

Funkrufname

Heros München-West 22/51
FahrgestellIveco-Magirus 120-23 AW
AusbauKögel; Eigenbau
Erstzulassung3/1992
Leistung174 kW (237 PS)
zul. Gesamtgewicht12.500 kg
Sitzplätze1+6
Sondersignalanlage3 Einzelrundumkennleuchten (Drehspiegel)

Martin-Horn

Starktonhörner

Besonderheiten

10 t‐Seilwinde

Heckwarnblitzer

Umfeldbeleuchtung

Ausstattung

Holz-, Gesteins- und Metallbearbeitung

  • Für Holzarbeiten stehen eine Motorsäge mit Zubehör sowie etliche Handwerkzeuge zur Verfügung, um beispielsweise Holzverbindungen zu erstellen.
  • Neben einem Gesteinsbohrhammer für grobe Gesteinsbearbeitung ist auch eine kleinere Bohrmaschine sowie Hämmer und Meißel in unterschiedlichsten Ausführungen verlastet.
  • Mit dem Autogenschweißgerät können Metalle sowohl getrennt als auch verbunden werden. Für feinere Arbeiten sind neben einer Säbelsäge verschiedene Werkzeuge vorhanden.

Bewegen von Lasten

  • Neben der Fahrzeugseilwinde kann auch ein per Hand bedienter Seilzug mit einer einfachen Zugkraft von 15 kN (ca. 1,5 t) für Zugarbeiten eingesetzt werden. Der Seilzug ist mit etlichem Zubehör wie Umlenkrollen versehen, um mithilfe des Flaschenzugprinzips die Zugkraft auf 50 kN (ca. 5 t) zu erhöhen.
  • Um schwere Lasten flächig anheben bzw. auseinanderdrücken zu können, führt das Fahrzeug zwei druckluftbetriebene Hebekissen mit, welche eine Hubkraft bis zu 200 kN (ca. 20 t) entwickeln.
  • Die beiden Hydropressen des Fahrzeugs heben bzw. drücken Gewichte bis zu 150 kN (ca. 15 t) pro Druckzylinder. Verschiedenste Aufsätze und Verlängerungen ermöglichen es, den Zylinder optimal an die Last anzupassen.
  • Um geeignete Festpunkte zu schaffen, an denen Lasten angeschlagen werden können, führt das Fahrzeug Ketten, Stahlseile und Rundschlingen in mehreren Größen mit.

Sicherheit

  • Für Einsatzstellen mit Absturzgefahr können die Helfer auf mehrere Sätze Auffangsicherung zurückgreifen. Neben Gurten und Seilen steht ein Auf- und Abseilgerät zur Verfügung, mit dem neben der Eigensicherung auch die Rettung von Personen möglich ist.
  • Um das Arbeiten auch bei Lagen mit schädlicher Umgebungsluft zu ermöglichen, führt das Fahrzeug umluftunabhängige Atemschutzgeräte mit Masken und weiterem Zubehör für die Geräteträger mit.
  • Das Material für die Verkehrsabsicherung beschränkt sich auf den Eigenschutz des Fahrzeugs und sorgt so im Verkehrsraum für sichere Arbeitsbereiche. Neben Pylonen mit Blitzleuchten stehen Vorwarner zur Verfügung.
  • Für den Transport von Verletzten sind auf dem Fahrzeug neben Krankentragen ein Schleifkorb sowie eine Bergeschleppe verlastet, um Personen schonend in schwierigen Umgebungen transportieren zu können.