26.05.2011, von Michael Braun

Übung des bayerischen „High Capacity Pumping”-Moduls

Am Wochenende vom 26. bis einschließlich 29. Mai beteiligten sich zwei Helfer des Ortsverbandes München-West an einer Einsatzübung des „High Capacity Pumping (HCP)”-Moduls, welche unter der Leitung des THW-Landesverbandes Bayern auf dem Truppenübungsplatz in Bodelsberg bei Kempten durchgeführt wurde.

Die HCP-Einheiten sind die neueste Spezialgruppe der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk und wurden im Rahmen des „Europäischen Gemeinschaftsverfahren für den Katastrophenschutz“ aus ehrenamtlichen, qualifizierten Helfern der THW-Fachgruppen „Wasserschaden/Pumpen“ der jeweiligen Ortsverbände gegründet. Acht HCP-Gruppen sind in ganz Deutschland stationiert, eine dieser ist unter der Führung des Landesverbandes in Bayern beheimatet. Mit dieser Einheit möchte man gerade bei schweren Überschwemmungen und Überflutungen im Ausland künftig schneller und flexibler reagieren können und mit Hilfe mobiler Pumpen von mittlerer bis hoher Leistung die örtlichen Behörden und Rettungsarbeiten unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt ist, dass die Einheit große Mengen Wasser auf weite Strecken transportieren kann und auch Höhenunterschiede bewältigen kann. Zudem ist sie auch auf Arbeiten in schwer zugänglichem Gelände und Gebieten spezialisiert. Damit die hierfür speziell ausgebildeten und ausgewählten THWler auf die Abläufe für Katastrophenfälle im Ausland vorbereitet sind, trainierte der Landesverband Bayern am besagten Wochenende eine solche Situation.

Das dargestellte Szenario beinhaltete zunächst die Einreisekontrolle in das fiktiv dargestellte Ausland namens "Bodistan", das Passieren der Grenzkontrollposten sowie das Aufbauen und Errichten des Camps. Im zweiten Step folgte die Erkundung des Gebietes und die Durchführung des Einsatzauftrages. Hier galt es in erster Linie die örtlichen Feuerwehrkräfte und Behörden bei einem Waldbrand zu unterstützen. Zwar zählt das Löschen nicht zu den Aufgaben des Technischen Hilfswerks, jedoch kann hier das THW den Feuerwehrkräften unterstützend zur Seite stehen. Da bei einem Waldbrand das Gelände meist weitläufig und für Einsatzfahrzeuge schwer zugänglich ist, kann das THW mithilfe seiner Pumpen und einem umfangreichen Schlauchmaterial bei dem Transport von Wasser zur Einsatzstelle von großem Nutzen sein. Dies wurde auch bei der HCP-Übung gefordert. Mittels einer Havariepumpe mit einer Förderleistung von 15.000 Liter pro Minute und zwei weiteren Großpumpen mit einer Förderleistung von jeweils 5.000 Liter pro Minute konnte die geforderte Aufgabe, große Mengen an Wasser über Entfernungen von über 1.000 Meter zu transportieren, gut gelöst werden. Auch der Landesbeauftragte des bayerischen THWs informierte sich vor Ort über den Übungsverlauf seiner HCP-Einheit.


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