Mit zwei GKWs mit Anhänger und großer Motivation begann bereits am Freitag für die Bergungsgruppen der beiden Technischen Züge des Ortsverbands München-West die Ausbildung nahe der Landesausbildungsstätte Bayerwald.
Nach dem Aufbau von Beleuchtung erfuhren die Einsatzkräften, welche Aufgabe sie gemeinsam bewältigen sollten: Die Seitenwände eines Querbauwerks, das vor den Gefahren des örtlichen Wildbachs schützt, seien instabil geworden. Daher musste zur Sicherung ein sogenanntes Sprengwerk gebaut werden.
Bei einem Sprengwerk handelt es sich um eine Konstruktion aus stabilen Holzbalken, welche dafür sorgt, dass sich zwei gegenüberliegende Wände gegenseitig abstützen.
Dazu verbanden die Helferinnen und Helfer abgelängte Holzbalken für das Sprengwerk. Sie bauten zudem sog. Zweiböcke, über welche am nächsten Tag das Sprengwerk hinunter in das Wehr gehoben wurde. Auf jeder Seite des Querbauwerks wurde dafür ein Zweibock aufgestellt und daran das riesige Sprengwerk befestigt. In Millimeterarbeit wurde es dann mithilfe von Muskelkraft, Greifzügen und Arbeitsleinen abgesenkt und erfolgreich in die richtige Position gedreht. Die Ballastierung von beidseitigen Lastauslegern ermöglichte es, dass alle Helferinnen und Helfer sich nacheinander sicher in Auffanggurten an der Konstruktion abseilen konnten. So übten sie das Arbeiten im Multifunktionsanzug und mit Persönlicher Schutzausstattung gegen Absturz in einer sicheren Umgebung. Denn „wir arbeiten an den Grenzen der Physik und unter gefährlichen Umständen. Das muss uns immer bewusst sein." (GrFü Bergung des 1.TZ)
Nach dem Rückbau standen Nachbesprechung und Kameradschaft im Vordergrund. Ein Theorieblock ergänzte am Sonntagvormittag die praktische Ausbildung, bevor zurück in Aubing die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt wurde.

