09.12.2010, von Michael Braun

Dachberäumung in Neustadt a. d. Donau

Auf Anforderung der Geschäftsstelle München rückte eine 15-köpfige Mannschaft in den frühen Morgenstunden aus, um das THW Kelheim bei der Räumung eines 18.000 Quadratmeter großen, einsturzgefährdeten Flachdaches einer Industriehalle in Neustadt a. d. Donau zu unterstützen.

Die Einsturzgefahr für den Industriekomplex entstand aus dem deutlich höheren Gewicht des Schnees auf dem Dach, bedingt durch die Kombination von Neuschnee, Tauwetter und Regen. Um die Konstruktion des Daches schnellstmöglich zu entlasten, waren neben den bereits erwähnten Ortsverbänden auch die Kameraden aus Dachau, Freising, Fürstenfeldbruck, München-Land, -Ost, -Mitte, Roth, Treuchtlingen, Ergolding und Landshut im Einsatz. In einem Schichtbetrieb über mehrere Stunden galt es nun, der weißen Masse Herr zu werden.

Insgesamt fast 100 Helfer räumten mit zahlreichen Schaufeln & Schneehexen den Schnee in Schuttcontainer, mit denen er dann nach unten transportiert wurde. Da die Dachkonstruktion nicht weiter belastet werden konnte, hing jeder Container an einem extra Autokran. Auch die Sicherung für die am Randbereich des Daches arbeitenden Helfer erfolgte über Kräne.

Eine große Erleichterung war die Schneefräse des Ortsverbandes München-West, die nach der heftigen Schneesituation in der bayerischen Landeshauptstadt im Jahr 2006 beschafft wurde. Gerade bei Arbeiten auf Flachdächern und an anderen schwer zugänglichen Einsatzstellen kommen die Vorteile der Fräse, wie geringes Gewicht, Wendigkeit und Schonung des Untergrundes durch spezielle Gummiketten, sowie eine große Räumleistung von bis zu 42t Schnee pro Stunde zu tragen.

Um etwa 17 Uhr war für die Helfer aus München-West Schichtende und es ging wieder zurück zur Unterkunft. Die Schneefräse blieb allerdings bis zum Einsatzende am nächsten Morgen noch vor Ort.


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